Konzertsaison 2012/2013
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freunde des Neuen Kammerorchesters Potsdam,
begrenzt von den beiden Wendepunkten Französische Revolution und 1. Weltkrieg ist die Epoche des
"langen 19. Jahrhunderts" etwa 25 Jahre länger als es einem Jahrhundert nominell zukommt. Manche
Historiker sehen in dieser Epoche den eigentlichen Beginn der Neuzeit, nehmen doch nun erst die
Ideen der Aufklärung politische und gesellschaftliche Gestalt an. Säkularisierung, Demokratisierung
und Rationalisierung gepaart mit nationaler, politischer und kultureller Emanzipation brechen damit
in althergekommene soziale Hierarchien und patriarchale Denkstrukturen ein.
Das „lange 19. Jahrhundert“ kann auch als das der Sinfonie angesehen werden.
Joseph Haydn
gab ihr die klassische Erscheinungsform – die seinem Spätwerk zugehörige Nr. 103(!) ist
ein beeindruckendes Beispiel (2. Sinfoniekonzert). Das Genie
Mozart kümmerte sich mitunter
verblüffend wenig um den strengen Regelkanon: Warum greift er in seiner „Prager Sinfonie“
(3. Sinfoniekonzert) wieder auf die antiquierte Satzfolge ohne Menuett zurück? Die ersten
„Achttausender“ erklomm die Sinfonie dank
Ludwig van Beethoven – es erklingen seine
„Sechste“ und „Achte“. Der romantischen Sinfonie haben wir zuletzt großen Raum eingeräumt –
in der kommenden Saison wird die Romantik vor allem durch
Carl Maria von Weber
repräsentiert, dem Schöpfer der deutschen Nationaloper.
Wir danken allen Institutionen und Personen, die das Neue Kammerorchester Potsdam in vielfältiger
Form unterstützen und hoffen auf Ihr Interesse an unserem musikalischen Programm der Saison
2012/2013.
Sie sind herzlich eingeladen,
Ihre
Ud Joffe
Christian Seidel
Künstlerischer Leiter
Vorsitzender des Trägervereins