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Neues Kammerorchester Potsdam
ein fester Bestandteil des Potsdamer Musiklebens

Das Neue Kammerorchester Potsdam ist eine freie Orchesterinitiative, die unter der künstlerischen Leitung von Ud Joffe engagierte Musiker in dem Ziel zusammenführt, trotz stark begrenzter finanzieller Mittel einen künstlerisch anspruchsvollen und eigenständigen Beitrag zur Vielfalt des Musiklebens in der Landeshauptstadt Brandenburgs zu leisten.

Im Jahr 2000 gegründet, wirkte das Neue Kammerorchester zunächst ausschließlich in chorsinfonischen Projekten der Potsdamer Kantorei und des Oratorienchor Potsdam mit. Am 20. März 2001 stellte sich das Orchester mit Händel, Vivaldi und Beethoven erstmals in einem Sinfoniekonzert vor. Die Reaktion von Publikum und Kritik waren ermutigend: „Aufhorchen ließ sogleich der voluminöse, farbensatte Streichersound. Zu ihm gesellte sich ... eine lebendige und akzentbetonte Musizierhaltung, die sofort zu gefallen wusste.“ (Potsdamer Neueste Nachrichten 24. März 2001)

Seither hat das Neuen Kammerorchester mit einem breiten Programmspektrum vom Barock bis zum 21. Jahrhundert sein Publikum gewinnen können und die Anerkennung der Kritik gefunden. In relativ kurzer Zeit ist es dem jungen Orchester gelungen, sich „einen festen Platz im kulturellen Bewusstsein der Potsdamer zu sichern“ (Märkische Allgemeine 7. Juli 2002). Nachdem über mehrer Spielzeiten jeweils ein Komponist - Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart - die Programme der Abonnementkonzerte dominierten, waren die jüngsten Saisonprogramme unter einem Motto wie z.B. "MENSCH - MACHT - MUSIK" (2006/2007) und "ABER DIE LIEBE ..." (2008/2009) durchgängig dramaturgisch aufgebaut. Im Kulturrückblick 2009 der Potsdamer Neuesten Nachrichten schrieb die Rezensentin: "Unter den Potsdamer Produktionen setzte das notorisch unterfinanzierte Neue Kammerorchester Potsdam die buntesten Tupfer im Klassik-Programm." (Potsdamer Neueste Nachrichten 31. Dezember 2009)

Unter dem Motto "Europa der Nationen"begab sich das Orchester in der Doppelspielzeit 2009-2011 auf eine musikalische Reise mit den Stationen Frankreich, Deutschland, Russland, Tschechien, Ungarn, England, Norwegen und Spanien. Die Konzerte der beiden nachfolgenden Spielzeiten waren dem "langen 19. Jahrhundert" gewidmet. Dabei reichte die musikalische Spanne von Beethoven bis Korngold. In den beiden ersten Konzerten der Saison 2013/2014 nahm das Orchester zunächst noch einmal das europäische Motiv auf, während der zweite Teil der Saison fast vollständig den fünf Klavierkonzerten von Ludwig van Beethoven gewidmet war.

In seiner nunmehr bereits vierzehnten Konzertsaison offeriert das Neue Kammerorchester Potsdam einen bunten Strauß unterschiedlicher Klangfarben und Klänge. Ein Schwerpunkt des Programms liegt mit Brahms, Dvořák, Mendelssohn, Tschaikowsky und Wolf in der Romantik, aber mit Weill werden auch gänzlich andere Klänge angestimmt. Nach dem erfolgreichen Versuch im Jahr 2013 wird auch die Saison 2014/2015 in der Schinkelhalle im neuen Kulturquartier Schiffbauergasse eröffnet - einer langen Tradition unserer Konzerte folgend Musik gepaart mit Lesungen, in diesem Jahr "Klänge aus Arkadien" und italienische Reiseliteratur von Goethe und Schinkel.

Zahlreich international bekannte Musiker haben bereits mit dem Neuen Kammerorchester zusammengearbeitet wie beispielsweise Mojca Erdmann, Keren Hadar, Ann Hallenberg, Netta Or, Maria Riccarda Wesseling, Dimitri Ashkenazy, Guy Braunstein, James Galway, David Garrett, Yaron Gottfried, Amihai Grosz, Michael Erxleben, Raimund Nolte, Peter Rösel, Roman Trekel. Regelmäßig gibt es auch jungen Nachwuchskünstlern ein Podium wie u.a. Kim Barbier, Esther Birringer, Shirley Brill, Ye-Eun Choi, Miao Huang, Martina Filjak, Norma Nahoun, Einav Yarden, Norbert Anger, Michael Barenboim, Roman Patočka, Itamar Ringel. Nicht wenige von diesen sind inzwischen international renommierte Musiker.

In der Zusammenarbeit mit den großen Potsdamer Chören ist das Neue Kammerorchester ein zuverlässiger und geschätzter Partner, ebenso wie mit renommierten Berliner Chören. Es hat bei mehreren kulturellen Höhepunkten in Potsdam mitwirken können wie z.B. bei der Eröffnung des Belvedere auf dem Pfingstberg in Anwesenheit des Bundespräsidenten, bei den Musikfestpielen Potsdam-Sanssouci und mehrfach beim Klassikkonzert des Stadtwerkefestes im Lustgarten. Als Botschafter der Landeshauptstadt war und ist das Orchester auch außerhalb Brandenburgs zu hören - so in Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In den Jahren 2011 und 2012 wirkte das Orchester mehrfach und erfolgreich bei Orchester-Live-Filmaufführungen in Berlin mit. Seit 2012 spielt es regelmäßig in der Berliner Philharmonie bzw. im Konzerthaus.

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